Erinnerungen

Wenn ich meine Augen schließe, kann ich deine Stimme noch immer ganz deutlich hören, so, als ständest du direkt neben mir.

Deine schon ergrauten Haare sind noch ganz verwuschelt vom Schlafen und deine tiefbraunen Augen, die wie die eines Teddybären sind, blicken schmerzerfüllt in die meinen.

In Gedanken rufe ich deine weichen Lippen herbei, die meine kindlichen Leiden immer wieder wegbliesen und deine schützenden Hände, die mich 16 Jahre lang festhielten.

Dein ausgemergelter Körper wirkt so zerbrechlich, dabei bist du doch so stark!

Manchmal, wenn ich mich einsam fühle, setze ich mich in deinen Schrank, der noch nach all den jahren deinen Duft in sich trägt.

Dann denke ich an die Zeit zurück, in der du noch bei mir warst, als wir herumalberten oder kuschelten.

Obwohl du schon so sehr von deiner Krankheit gezeichnet warst, dachtest du immer an mich.

Wir haben viel gescherzt in dieser Zeit, wahrscheinlich um den Schmerz zu überdecken, doch richtig gelacht hattest du schon lange nicht mehr.

Zu tief hatten sich die zerstörerischen Zellen in dich hineingefressen.

Doch stark warst du bis zum Ende!

Du hättest gehen, dem ganzem ein Ende bereiten können, doch bliebst du bei mir, bis heute... in meinem Herzen.

20.12.07 22:14

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