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Geschunden

Ich fühle mich leer.
Frei von jeglichen Gefühlen irre ich durch die Welt, auf der Suche nach einem Platz, an dem ich mich niederlassen und den Rest meines erbärmlichen Lebens verbringen kann. An diesem Ort sollen sich nach meinem Tode die Insekten in meine irdene Gestalt bohren.
Der Körper ist nur eine Hülle, ja sogar ein Gefängnis. Er besteht einzig und allein aus Lügen und ich bin nicht gewillt diese Lüge weiter zu leben.
Ich bin gebrochen von den Schicksalsschlägen meines Lebens und mein blutendes Herz liegt da, zugänglich für jeden und wartet nur darauf wieder getreten zu werden.
Alles, was von den Peitschenhieben, die mir langjährig zugefügt wurden, noch sichtbar ist, sind die Narben, die wie weiße, dicke Maden meinen ganzen Körper zieren.
Ich bin umhüllt von schwarzem Nebel, der kühlend mein geschundenes Fleisch bedeckt.

Heute werde ich diese Lüge beenden. Ich werde ihr die Luft zum atmen nehmen.
Denn ich bin nicht gewillt diese Lüge weiter zu leben.

24.3.07 13:13, kommentieren