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Freiheit

Mein Puls rast. Der Atem geht viel zu schnell um überhaupt noch Luft zu bekommen. Die Augenlider flattern.

Ich kann den Wind fühlen, der hier oben im 10. Stock um mich zieht. Die Kälte brennt sich in meine Haut ein.

Mit den Füßen am Rand des Fensterbrettes fühle ich mich so frei, wie nie zuvor.

Freiheit. Freiheit fühlen. Freiheit schmecken, hören, riechen und sehen. Freiheit leben.

War das nicht immer schon mein Wunsch?

Was passiert wohl, wenn ich Engel spiele? Werde ich wie ein echter Engel mit gebrochenen, blutenden Flügeln zu Boden fallen und das Krachen jedes einzelnen meiner Knochen hören?

Wird überhaupt einer dieser Menschen, die von hier aus wie Ameisen aussehen, stehen bleiben, oder werden sie einfach weitergehen, als wäre nichts passiert? Mit Sicherheit wird jemand die Frage stellen, wer denn dies nun alles wegmacht!

Was soll denn schon weggemacht werden? Ich existiere doch gar nicht! Ich bin doch nicht mehr als ein unschöner Fleck in euren Träumen!

Möchte ich dieses Leben, das mir nichts weiter brachte als Schmerz, für ein paar Sekunden Freiheit aufgeben?

Wenn ich ehrlich bin: ja.

Denn was nützt mir ein Leben, wenn es mich doch nur unglücklich macht?

Kennst du das Gefühl, wenn du auf einer hohen Schaukel sitzt und immer schneller wirst? Der Wind bläst dir ins Gesicht.

Das habe ich nach meinem Sprung empfunden. Nur das.

Und ich sah auch nicht mein Leben an mir vorbeiziehen. Nichts.

Einfach nur Freiheit.

Und dann.. zum ersten Mal...

Glück und Wärme

Entschuldigt die Sauerei

13.1.07 13:13, kommentieren

Kampf

Ich werde nicht um dich kämpfen.

Nein.

Nie wieder.

Öffne dein Herz für mich oder lass es, aber mach mir nicht weiterhin Hoffnungen.

Die Hoffnung ist tot

und mein Herz auch.

Es ist nur noch ein schwarzer Klumpen mit Rissen und Flicken.

Tot.

Lass mich endlich frei, lass mich leben.

Ich will nicht mehr eingeschlossen sein in dieser dunklen Welt.

Ich will endlich wieder Sonne sehen und sie mir auf den Körper strahlen lassen.

Vielleicht könnte sie mein Herz noch retten.


Ich werde nicht mehr um dich kämpfen.

14.1.07 00:49, kommentieren

Nur einmal... Vergangenheit

Nur einmal möchte ich mich fallen lassen und nicht an meine Ängste denken.

Nur einmal glücklich sein und nicht das Unglück erleben, das ich sonst immer hab.

Nur einmal möchte ich so wie alle anderen leben und nicht an meine Vergangenheit denken.

Nur einmal möchte ich mit Gefühl geküsst werden, damit mein Herz endlich wieder zu schlagen beginnt.

Nur einmal will ich Zärtlichkeit spüren, die auch ernst gemeint ist.

Nur einmal möcht ich den Sonnenaufgang sehn und nicht nur den Untergang.

Nur einmal möcht ich frei atmen können ohne Angst gleich ersticken zu müssen.

Nur einmal möcht ich an dich denken, ohne dass die Tränen des Schmerzes mich besuchen.

Nur einmal möcht ich bei dir sein, ohne Angst vor der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ohne die Erinnerungen in meinem Kopf. Ohne Schmerz. Ohne diese verdámmt Vergangenheit.

Diese Vergangenheit frisst mich auf. Sie lenkt mein Leben. Macht es kaputt.

Wirst du mich retten vor ihr? Wirst du?

14.1.07 15:22, kommentieren

Mmhhh...

Stille. Einfach nur Stille.

Manchmal das Rascheln der Blätter, aber ansonsten nichts.

Nebel zieht über den feuchten Boden.

Dunkelheit umgibt mich, während ich zwischen den Gräbern hindurch gehe, auf der Suche nach einem ganze Bestimmten.

Es ist kalt.

Wahrscheinlich spiegelt das Wetter mein Herz wieder, das vor langer Zeit zu Eis erstarrte, um mich zu schützen und damit ich nicht mehr so viel weinen muss.

Wann hatte ich zuletzt geweint?

Es muss wohl auf deiner Beerdigung gewesen sein.

Ich sehe es noch vor mir, wie dein Sarg in das tiefe Loch hinein gelassen wurde und jetzt, wo ich wieder vor deinem Grab stehe, taut mein Herz auf und lässt mich endlich weinen.

Vor Verzweiflung breche ich zusammen.

Ich knie vor dir und schreie ,,warum du?''.

Immer wieder.

Aber davon wird es nicht besser.

Du kommst nicht mehr zurück.

Nie wieder.

Diese Erkenntnis schmerzt so sehr!

Wie soll ich nur weiterleben ohne dich?

Du warst mein Licht, mein Lachen, mein Vater.

Und du wirst es bleiben.

Niemand kann dich ersetzen, denn auf der ganzen Welt gibt es keinen, der so wunderbar ist, wie du.

Ich weiß, dass es so besser für dich ist, aber wie ist es mit den Menschen, die zurück bleiben?

Es ist ein Lichtblick, dass es dir jetzt gut geht und hinten in nicht allzu weiter Ferne kann ich schon die Sonne sehen.

15.1.07 18:41, kommentieren

Ohne dich

Einst träumte ich,

dass wieder alles in Ordnung wär,

wenn ich aufwachen würde.

Dass alles genau so sein würde,

wie vorher,

vor diesem einen Dienstag.

Der Tag vor meinem Geburtstag...

Was hätte ich gegeben,

um dies zu verhindern?

ALLES!

Ich hätte mein Leben hergegeben,

denn es ist nicht so viel wert

wie deins.

Meins ist NICHTS wert!

Ich bin ein NICHTS!

Weil ich dir nicht helfen konnte,

muss ich jetzt leiden,

ein Leben lang,

ein Leben ohne dich.

Ein  Leben ohne Lachen,

ohne dein Lachen.

Diesem wundervollem Lachen.

Ein Leben ohne Liebe,

die du mir gabst.

Warum ist es nicht so,

wie in meinem Traum?

Warum bist du nicht mehr hier?

Was soll ich nur tun?

Ohne dich...

15.1.07 20:51, kommentieren

Du hast mir vieles gesagt und versprochen.

Wir hatten eine wunderschöne Nacht miteinander, die ich bis heute nicht vergessen kann, denn das, was ich damals gefühlt habe, kannte ich zuvor nicht.

Du gabst mir das Gefühl wichtig und besonders zu sein, fasstest mich wie mit Seidenhandschuhen an, als wäre ich aus Glas und sagtest Worte, die sich tief in mein Herz brannten.

Damals dachte ich, du wärst das Beste was mir je passiert ist...

...heute weiß ich es besser.

Alles was aus deinem Mund kam, bestand aus Lügen, deine Versprechen hast du gebrochen und wäre ich aus Glas gewesen, gäbe es nur noch Scherben von mir.

Früher wollte ich dich die ganze Zeit sehen, doch jetzt bin ich über jede Sekunde froh, in der du möglichst weit von mir entfernt bist.

Komm mir nie wieder unter die Augen, denn du löst nur unnötigen Hass in mir aus.

17.1.07 19:40, kommentieren

Einsamkeit

Nebel zieht durch deine Welt

Versperrt dir deine Sicht

Und alles, was dir so gefällt

Siehst du im Nebel nicht

 

Dunkelheit umhüllt dein Leben

Zerfrisst jedes schöne Gefühl

Möchtest gerne Wärme geben

Dein Herz bleibt jedoch kühl

 

Stille lässt dich einsam werden

Bist schon lang allein

Bist der letzte Mensch auf Erden

Die Einsamkeit, sie schließt dich ein

 

Schreie kann hier keiner hören

Obwohl's aus jeder Pore brüllt

Schreist ein Heer aus tausend Chören

Die Luft ist mit Gekreisch erfüllt

 

Nebel kann sehr schnell verschwinden

Dunkelheit - vertrieben durch Licht

Stille lässt sich überwinden

Doch Schreie hör'n sie trotzdem nicht

17.1.07 20:36, kommentieren